Einen großen Zuwachs an wirtschaftlicher Bedeutung haben in den letzten Jahren die sogenannten „Seltenen Erden“ (SE) erfahren. Darum beschäftigt sich auch MCC seit längerer Zeit intensiv mit ihrer Beschaffung und Umarbeitung.

 

Die 17 „Seltenen Erden” sind eine Elementegruppe im Periodensystem, wobei „Erde“ ein früherer Ausdruck für „Oxid“ war. Zu ihnen gehören in der Reihenfolge ihrer Ordnungszahlen: Scandium (Sc, 21), Yttrium (Y, 39) sowie die Lanthanoide Lanthan (La, 57), Cer (Ce, 58), Praseodym (Pr, 59), Neodym (Nd, 60), Promethium (Pm, 61), Samarium (Sm, 62), Europium (Eu, 63), Gadolinium (Gd, 64), Terbium (Tb, 65), Dysprosium (Dy, 66),
Holmium (Ho, 67), Erbium (Er, 68), Thulium (Tm, 69), Ytterbium (Yb, 70) und Lutetium (Lu, 71).

 

Die SE-Metalle sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und für die Herstellung moderner Technologien inzwischen unverzichtbar. Sie bieten ein breites Anwendungsspektrum:

 

  • In kleinen Mengen als Bestandteil von Autoabgaskatalysatoren, Spezialstählen, Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren und Hochleistungs-Permanentmagneten, wie sie in Generatoren für die Wind- und Wasserkrafterzeugung eingesetzt werden.

 

  • Verbindungen der SE-Metalle werden für die Leuchtstoffe von LCD- und Plasmabildschirmen, für LED’s und in Spezialgläsern mit hoher Brechzahl eingesetzt.

 

  • Industriell werden die SE-Metalle und deren Salze beispielsweise in Katalysatoren für die Petrochemie, als Legierungszusätze, in Poliermitteln, keramischen Kondensatoren, sowie in Farbpigmenten und Glasfarbstoffen eingesetzt.

 

Die Metalle der „Seltenen Erden” finden sich in etwa 100 bekannten Mineralen, wie z.B. Monazit, Bastnäsit und Xenotim und können nie allein abgebaut werden. Ihre Aufbereitung ist daher sehr aufwändig.  Das Verhältnis der Elemente der SE im Erz ist fundortspezifisch und deckt sich nicht mit dem tatsächlichen technischen Bedarf an jeweiligen SE-Metallen. Zur Deckung der steigenden Nachfrage und zur Kompensation der chinesischen Exportbeschränkungen werden zurzeit weltweit neue SE-Vorkommen erkundet und erschlossen. Die MCC kann hier neben Quellen aus China auf zuverlässige und etablierte Quellen aus Indien zurückgreifen.